Spurenelemente
in der Pferdefütterung
1. Eisen
2.
Kupfer
3. Zink
4. Mangan
5. Kobalt
6. Jod
7. Selen
8. Fluor, Molybdän, Chrom, Zinn, Bor
1. Eisen
Ist
für die Bildung der roten Blut- und Muskelfarbstoffe wichtig.
Diese spielen für den Sauerstofftransport sowie die Sauerstoffübertragung
eine tragende Rolle.
Fehlt Eisen, geht die Zahl der roten Blutkörperchen
zurück. In Folge kommt es zu Anämie, Leistungsschwäche,
Infektionsanfälligkeit und angestrengter Atmung.
Zu hohe Eisen-Gehalte in der Futterration können
die Verwertung von Phosphor, Kupfer, Mangan und Zink beeinträchtigen.
2. Kupfer
W ird vom Körper für die Nerven-, Blut-, Pigment- und Bindegewebsbildung
benötigt und ist somit auch für die Knochenentwicklung von
hoher Bedeutung.
Mängel in der Kupferversorgung können bei Pferden
in der Wachstumsphase Anämien sowie Skelettveränderungen
verursachen, bei älteren Pferden zu Gefäßrupturen und Pigmentverlusten
führen.
Zu hohe Kupfermengen können die Leber schädigen (in
der Leber wird Kupfer gespeichert) und die Zink-Verwertung
beeinträchtigen.
3. Zink
Hat eine weitreichende Bedeutung für viele Enzyme im Eiweiß-
und Kohlenhydratstoffwechsel. Mangelernährung kann
zu borkigen Auflagerungen und Verdickungen der Haut sowie
zu Haarausfall und erhöhter Infektionsneigung führen. Ebenfalls
wird die Festigkeit des Hufhorns beeinflusst.
Die Toleranz gegenüber erhöhten Gaben ist bei erwachsenen
Pferden hoch.
4. Mangan
Ist an zahlreichen Enzymprozessen im Körper beteiligt (besonders
im Mineralien- und Fettstoffwechsel) sowie für die Funktion
der Eierstöcke unerlässlich.
Akute Mangelzustände sind beim Pferd unbekannt.
Stark überhöhte Mangan-Gehalte begünstigen aufgrund
verminderter Eisen-Absorption Anämien.
5. Kobalt
Hat eine physiologische Bedeutung als das Zentralatom im
Vitamin B 12 (wird im Dickdarm synthetisiert) und ist möglicherweise
an der Aktivierung von Enzymen beteiligt. Außerdem
wirkt Kobalt fördernd auf die Eisen-Aufnahme.
Ein Mangel an Kobalt zieht einen Mangel an Vitamin
B 12 nach sich und es kommt daraufhin zu Blutarmut, Hautveränderungen
und Wachstumsstillstand.
6. Jod
Benötigt der Organismus für das Schilddrüsenhormon, das
den Stoffumsatz im Organismus steuert.
Ein Mangel fällt zunächst nur durch Kropfbildung
auf, später folgen Appetitlosigkeit, Lethargie und Haarausfall.
Vor unkontrollierter überhöhter Jodzufuhr ist abzuraten,
da auch dieses starke Schäden nach sich ziehen kann. Mehr
als 20 mg/Tag gilt hier als absolut höchster Richtwert.
7. Selen
Schützt die Zellmembranen vor Schädigungen durch Peroxide.
Steigerungen im Selen-Bedarf erfolgen durch die Aufnahme
größerer Eiweiß- oder Sulfatmengen.
Unterversorgung mit Selen hat eine Schwächung des
Immunsystems zur Folge.
Zu hohe Gaben (Bereits 2 mg Selen/kg Futtertrockensubstanz)
kann eine chronische Selen-Vergiftung nach sich ziehen.
Diese äußert sich durch ringförmige Einschnürungen an den
Hufen, Ausschuhen, Haarverlust der Langhaare sowie unspezifische
Lahmheiten. Diese Probleme entstehen durch die Verdrängung
des Schwefels bei der Keratinbildung.
8. Fluor,
Molybdän, Chrom, Zinn und Bor
Sind
weitere essentielle Spurenelemente. Sie sind bei üblicher
Fütterung ausreichend vorhanden, Chrom wirkt bei der Insulinbildung
mit.