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Das
Pferd und seine Ernährung - Mengenelemente
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Mengenelemente
in der Pferdefütterung
1. Kalzium
2. Phosphor
3. Magnesium
4. Kalium
5.
Natrium und Chlor
6. Schwefel
1. Kalzium
Der Körper eines Pferdes mittlerer Größe enthält 7 kg Kalzium,
das sich zu 99 % im Skelett befindet.
Eine besondere Bedeutung kommt ihm für die Funktionalität
und Stabilität der Knochen zu. Weiterhin ist Kalzium an
der Blutgerinnung, Reizübertragung auf Muskeln sowie dem
Energiestoffwechsel der Muskulatur wesentlich beteiligt.
Die Versorgung von Kalzium ist immer in direktem Zusammenhang
mit dem Vorhandensein von Phosphor zu sehen. Das Verhältnis
von Kalzium zu Phosphor sollte idealerweise bei 2:1 liegen.
Toleriert werden Schwankungen von 1:1 bis 3:1. Ein zu hoher
Phosphorwert kann die Verwertung von Kalzium beeinträchtigen.
Folgen eines länger andauernden Mangels an Kalzium
können in der Demineralisierung von Knochen bestehen. Es
kann zu Knochenauftreibungen und Knochenentzündungen, Sehnenabrissen
sowie Frakturen kommen. Diesen gehen in der Regel unspezifische
vorübergehende Lahmheiten voraus.
Eine Überversorgung mit Kalzium wird bis zum 2-3-fachen
toleriert, wenn andere Elemente in ausreichender Menge vorhanden
sind.
2. Phosphor
Die Gesamt-Phosphormenge im Körper eines ausgewachsenen
Pferdes liegt bei ca. 4 kg. 80 % befinden sich davon im
Skelett.
Die Bedeutung des Phosphor ist ähnlich der des Kalziums.
Besonders wichtig ist das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor
in der Fütterung. Es liegt idealerweise bei 2 : 1, sollte
auf keinen Fall niedriger als 1 : 1 oder höher als 3 : 1
sein. Die Versorgung mit Phosphor ist in der Regel ausreichend
durch das normale Futter abgedeckt.
Eine Überversorgung kann sowohl die Kalziumverwertung
negativ beeinflussen als auch die Bildung von Darmsteinen
begünstigen.
3. Magnesium
Die Bedeutung von Magnesium liegt insbesondere im Bereich
der Funktion von Enzymen der Nerven- und Muskelgewebe. Auch
für den Knochenaufbau ist es von Bedeutung.
Über eine normale Fütterung wird das Pferd ausreichend mit
Magnesium versorgt. Mangelzustände äußern sich in
erhöhter Erregbarkeit, Muskelkrämpfen, Muskelzittern sowie
Tetanien.
Eine Überversorgung führt nur in Verbindung mit Phosphor
zu einem erhöhten Risiko der Darm- und/oder Harnsteinbildung.
4. Kalium
Die Gesamt-Kaliummenge im Körper eines ausgewachsenen Pferdes
liegt bei ca. 1000 g. 90 % befinden sich davon im intrazellulären
Raum, besonders in der Muskulatur.
Ein Mangel zeigt sich durch geringe Fresslust sowie
Muskelschwäche.
5. Natrium
und Chlor
Beide Elemente sind verantwortlich für den osmotischen Druck
der Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen sowie für die
Regulation des Säuren/Basenhaushaltes und des Wasserhaushaltes.
Zu geringe Gehalte wirken sich möglicherweise negativ auf
den Säuren/Basenhaushalt und den ph-Wert des Blutes aus.
Hohe Mengen verliert das Pferd durch Schwitzen, Durchfälle
oder hohe Blutverluste.
Mangelerscheinungen können sein Lecksucht, Appetitlosigkeit,
Gewichtsverlust, trockene Haut, Bluteindickung, Leistungsschwäche,
Eindickung des Darminhaltes.
Eine Überversorgung führt zu erhöhter Wasseraufnahme,
verstärktem Harnfluss, Durchfall und in extremen Fällen,
wenn kein Wasser zur Verfügung steht, nervösen Störungen.
Die Aufnahme von genügend Salz sollte durch die Bereitstellung
von Salzlecksteinen gesichert werden.
6. Schwefel
Dieser ist ein essentieller Bestandteil des Eiweißes und
wird bei ausreichender Eiweißversorgung ausreichend zur
Verfügung gestellt. Er ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen
beteiligt.
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Sachkundenachweis:
Pferdefütterung, Helmut Meyer - Manfred Coenen, Parey
Verlag, 4. Auflage 2002
Ernährung landwirtschaftlicher Nutztiere, Heinz Jeroch
- Winfried Drochner - Ortwin Sommer, UTB, 1999
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