Der
Fellwechsel des Pferdes
Der
Fellwechsel des Pferdes geht einher mit dem Wechsel der
warmen und kalten Jahreszeiten und ist ein Schutzmechanismus
des Körpers.
Im Herbst bereitet sich das Pferd auf die kalte Jahreszeit
vor, indem es das Deckhaar wechselt und zusätzlich weiche
Wollhaare als Unterkleid wachsen. Dieser Aufbau neuer Haarsubstanz
veranlasst den Organismus, auf Hochtouren zu arbeiten und
stellt somit eine starke Belastung für das Pferd dar. Der
Haaraufbau fordert einen höheren und ausgewogeneren Nährstoffgehalt
in der Futterzusammensetzung.
Leider
hat die intensive Weidewirtschaft und kommerzielle Erzeugung
von Gras und Heu zur Minderung der Artenvielfalt geführt.
Langsamer wachsende Gräser und Kräuter, die wertvolle Mineralstoffe,
Vitamine und Spurenelemente enthalten, wurden verdrängt.
Aus
diesem Grund bedarf eine ausgewogene Fütterung der Ergänzung
durch diese fehlenden Vitalstoffe. Wird der Organismus des
Pferdes während des Fellwechsels mangelhaft versorgt, kommt
es zu Störungen im Stoffwechsel. Dieses hat negative Auswirkungen
auf die Haut als das größte Organ des Pferdes.
Die
Haut dient der Versorgung der wachsenden Haare, aber auch
als Ausscheidungsorgan, z. B. beim Schwitzen, und zur Aufnahme
von Substanzen, die dann im Organismus des Pferdes weiterverarbeitet
werden. Ein schlechter und langsamer Fellwechsel mit mangelhaft
versorgten Haaren ist die Konsequenz vielfältiger Fütterungsfehler.
Außerdem
wirkt sich eine unausgewogene Fütterung negativ auf den
Magen-Darm-Trakt des Pferdes aus. In der Folge kommt es
im Fellwechsel häufig zu Koliken, die bei richtiger Fütterung
vermeidbar gewesen wären. Auch Pilzerkrankungen der Haut,
Mauke, Parasitenbefall, Allergien, Ausschlag, Ekzeme, Entzündungen
der Haut, Haarausfall usw. können ihre Ursache in einer
nicht ausgewogenen Darm-Mikroflora haben.
Hier
vorbeugend die Fütterung zu optimieren, ist die Aufgabe
des verantwortungsbewussten Pferdebesitzers. Mineralstoffe,
Spurenelemente und Vitamine in Form von Kräutern sind besser
vom Körper aufzunehmen und zu verwerten als synthetische
Produkte. Natürliche Substanzen können leichter aus dem
Darm ins Blut aufgenommen und verarbeitet werden. Sie sorgen
so für eine Aktivierung von Enzymen und beeinflussen die
Zellfunktionen positiv, so dass der Stoffwechsel des Pferdes
optimiert wird und der Fellwechsel das Pferd nicht so stark
belastet.
Während
des Fellwechsels ist außerdem besonderes Augenmerk auf die
Pflege des Pferdes zu richten. Durch gewissenhaftes Putzen
und Massieren der Haut kommt es zu einer vermehrten Durchblutung
und damit einer besseren Versorgung der Haut. Dieses beeinflusst
den Fellwechsel ebenfalls positiv, so dass die Summe der
getroffenen vorbeugenden Maßnahmen die beste Garantie für
ein rundum gesundes Pferd ergibt.
